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Die Ornithologen können eine
große Vielfalt an Vögeln entdecken: ca. 335
verschiedene Arten. In verschiedenen Gebieten des Landes kann man
Fasane, Graureiher, Kirschvögel, Spechte, Adler, Eulen,
Silbermöwen, Flamingos mit roten Flügeln und andere
beobachten. Am See Issik-Kul können sie zischende
Schwäne, weinende Schwäne, graue Gänse und
Pelikane antreffen. Es wurde geschätzt, dass man hier im
Winter ungefähr 60-70 Tausend Zugvögel vorfinden
kann. Auch seltene Vogelarten wie Balabane, weiße
Störche, goldene Adler, bärtige Geier, Trappen,
Kraniche, "Schlangenesser", Seeadler mit weißen
Schwänzen, Steppenadler und Schwarzstörche kann man
in Kirgisien zu Gesicht bekommen. Kraniche sammeln sich am Son Kul und
Tschatir Kul für ihre Zugreisen.
Die Säugetiere sind mit 83 verschiedenen
Arten vertreten, darunter Bergschafe (Akhar), Bären und
"Maral" in den Fichtenwäldern des Tian Schan und in den
Hochgebirgstälern Ak-Sai, Arpa und Suusamir.
Gebirgskämme und Bergtäler bieten Lebensraum
für Füchse, Wölfe, Dachse, Wiesel, Hermeline
und Steinmarder. In einigen Regionen kann man auch Schneeleoparden
(Bars), Wildschweine, Igel, Hasen, Murmeltiere und "Andatren" finden.
Leider sind viele dieser Arten sehr selten oder
vom Aussterben bedroht. Die Rote Liste Kirgisiens zählt 209
Arten: 26 Säugetiere, 53 Vögel, 10 Reptilien und
Amphibien, 7 Fischarten, 18 Insekten und 30 Pflanzen. Das bedeutet eine
Vergrößerung der Liste um 102 Arten, seit sie vor 20
Jahren im Jahre 1985 erstmal erstellt wurde. Zu den berühmten
Arten, die vom Aussterben bedroht sind, gehören die
Schneeleoparden und Argali (Marco Polo Schafe).
Außerdem muss man erwähnen,
dass sich die Vielfalt der Natur, obwohl sie sehr groß ist,
größtenteils auf abgelegene Gegenden
beschränkt. Und da die seltenen Tiere natürlich
menschenscheu sind, gibt es keine Gewähr wann man was zu
Gesicht bekommt.
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