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Auf Russisch heißen
Walnüsse "Gretski" (oder griechische Nüsse), weil
Alexander der Große diese Pflanzen während seiner
Invasion in Zentralasien nach Griechenland schicken ließ und
erst von dort aus kamen sie nach Russland. Es ist nicht bekannt, unter
welchen Umständen diese Bäume hierher geraten sind,
die vermutlich ursprünglich aus Malaysia stammen. Bekanntlich
wurden Nüsse aus diesem Land die Grosse Seidenstraße
entlang transportiert, die damals ihre höchste
Blütezeit erlebte.
Walnussbäume, die bis 1000 Jahre alt
werden, mit ihrem kuppelförmigen Wipfel und über zwei
Meter dicken Stamm, wachsen bis 30 m in die Höhe, wild auf
Bergfelsen und an den Flussufern in einer Höhe zwischen 1000
und 800 m über dem Meeresspiegel. Das Dorf selbst liegt 1700 m
über dem Meeresspiegel.
Nüsse sind sehr reich an
Nährstoffen, aber auch das Walnussholz gilt als wertvoller
Rohstoff in der Möbelindustrie. In der letzten Zeit
verschärft sich die Lage mit der Abholzung (obschon die
Wälder unter staatlichem Schutz stehen).
Trotzdem ist Arslan Bob durch seinen Walnusswald
bekannt, der praktisch die ganze Gegend umfasst. Zwar sind die
Walnussbäume in der Region vorherrschend, sie sind aber nicht
die einzige Baumart. Diese Gegend ist wie ein zusammengewachsener
Garten mit vielen verschiedenen Fruchtbäumen. Im
Frühling sind hier verschiedene Arten von wilden Tulpen zu
sehen.
Das Dorf ist nach einem Volkshelden aus dem 11.Jh
Arslan Bob benannt, der hier in der Nähe durch seine Frau an
seine Feinde verraten wurde und von diesen ermordet wurde. Man
erzählt sich noch heutzutage, dass hier seine Fuß-
und Fingerabdrücke sowie Blutspuren zu sehen seien.
In einer anderen Version handelt es sich um einen
sehr bescheidenen und ehrlichen Mann, den Prophet Muhammad einst
beauftragte, einen schönen und gemütlichen Platz zu
finden ein Paradies auf Erden. Er reiste durch viele
Länder, bis er ein schönes Tal mit einem
schäumenden Fluss, aber mit wenig Bäumen, entdeckte.
Inspiriert von seiner Nachricht, ließ ihm der Prophet einen
Sack voller Samen verschiedener Bäume, auch von denjenigen der
Walnuss zukommen. Der Held kletterte auf einen Felsen und verstreute
die Samen über das ganze Tal und verwandelte es in einen
„Garten“, den er viele Jahre lang selber pflegte.
Heute leben hier ca. 15 000 Menschen, wobei viele
Häuser auf den Hügeln ein spektakuläres
Panorama bieten. Vom Dorfzentrum aus ist ein kleiner Wasserfall leicht
zu Fuß zu erreichen (ca. 23 m hoch) und in der Nähe
des Felsens ist eine kleine Höhle zu sehen, die auch als
„Höhle der vierzig Engel“ bezeichnet wird,
in der einst eine heilige Frau lebte und Pilger empfing. Ein bisschen
weiter oben erreicht man einen größeren Wasserfall
(der aus zwei Teilen von 60 und 80 m besteht) und einen
„Heiligen See“. Während des Aufenthalts in
dieser Gegend kann man einen Tagesausflug zu diesen wichtigen
Sehenswürdigkeiten unternehmen (entweder zu Fuß oder
mit dem Pferd).
Es gibt hier einen Kurort, der noch in der
sowjetischen Zeit gebaut wurde, als das Dorf ein populäres
Zentrum für diverse Aktivitäten war.
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